Wer

Reden tut gut!

„Es gibt einen Platz, den du füllen musst, den niemand sonst füllen kann und es gibt etwas für dich zu tun, das niemand sonst tun kann.“ (Platon)

Ich wurde im Juni 1968 geboren und habe die meiste Zeit meiner Kindheit und Jugend in Gießen/Hessen verbracht.

Schon während meines Studiums der Erziehungswissenschaften, Psychologie und Kunstwissenschaften in Kassel, wo es zahlreiche Museen gibt, interessierte ich mich besonders für die individuelle und persönliche Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen zu Kunst. Ich wollte wissen, wie diese auf sie wirkt, welche Gefühle sie z.B. gegenüber den niederländischen Renaissance-Malern, den Impressionisten, den Dadaisten oder Fotorealisten haben. Ich wollte herausfinden, ob sie Kunst zu sich, ihrer persönlichen Realität, ihren Problemen und den alltäglichen Konflikten selbst in Beziehung stellen und ob ihnen möglicherweise die Aussagen eines Bildes in ihrem eigenen Leben hilfreich oder tröstlich erscheinen.

Ich begann Führungen bereits im Studium für Kinder und Jugendliche anzubieten. Ich initiierte kreative Workshops. Ich gab „Kunstgespräche“, die sich anhand der gemeinsam betrachteten Gemälde in autobiographische Geschichten verwandelten.

Wichtig war dabei, den Fokus auf die Emotionen zu legen, die Kinder und Jugendlichen erzählen zu lassen, worüber sie nachdenken, was sie beschäftigt, was ihnen hilfreich erscheint. Wir führten Gespräche, die manchmal weit über das eigentliche Thema der Kunstbetrachtung (Museen in Köln, Brühl, Bonn, Düsseldorf) hinausgingen – in fortlaufenden „Kinder/Kunst-Gespräche“-Kursen entstanden Situationen, die geprägt waren von Offenheit, gegenseitigem Vertrauen, Spaß am Diskutieren und Beziehung.

Manche Kinder erzählten mir, dass sie zutiefst verzweifelt und deprimiert seien, dass sie große Ängste hätten, nicht mehr schlafen könnten, dass sie Leistungsängste aufgrund von Lese/Rechtschreibschwierigkeiten oder Dyskalkulie hätten, den Schulstoff nicht bewältigen könnten, dass sie gemobbt würden, ihre aggressiven Impulse nicht kontrollieren könnten, sich selbst verletzten, sehr viel mit ihren Eltern stritten, dass sie aufgrund schlimmer persönlicher Erlebnisse traumatisiert oder in großer Not seien und den Appetit am Essen und am Leben verloren hätten.

Ich spürte, dass ich mich noch weiter qualifizieren wollte um den Kindern und Jugendlichen professionell hilfreich zu begegnen und absolvierte eine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Von nun an wurden die Themen Bindung, Beziehung, Kontrolle und persönliche Selbstfürsorge und Zufriedenheit (Neuropsychotherapie, Klaus Grawe), sowie die psychoemotionale Entwicklung der Kindheit und Jugendzeit bis heute zentrale Impulse meiner psychotherapeutischen Arbeit.

Meine gesamte berufliche und persönliche Entwicklung haben meine Söhne Vincent und Cyril beeinflusst und gefördert, denen ich mit Liebe und Respekt zutiefst verbunden bin. Beide waren Herausforderung, Aufgabe, Trost, Glück und die Notwendigkeit niemals aufzugeben. Unser gemeinsames Wachsen in unterschiedlichen Lebensanforderungen hat mir den Weg gezeigt, sensibel und einfühlend für die Gedanken- und Gefühlswelt von Kindern und jungen Menschen zu sein. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

So begegne ich meinen Patienten, dies möchte ich an die Eltern und Erzieher weitergeben.

Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit. (Wilhelm von Humboldt)


Beruflicher Werdegang